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Die Griechischen Saiteninstrumente (Classic Reprint)

Die Griechischen Saiteninstrumente (Classic Reprint)

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Excerpt from Die Griechischen Saiteninstrumente

Wie in manch anderer Beziehung, so mussen wir auch in Anbetracht ihrer Instrumental-musik die Griechen als ein uberaus genugsames, malsvolles Volk bewundern. Und zwar war es nicht etwa ein absoluter Mangel an reichercn Mitteln, der sie notigte sich mit so wenigem zu bescheiden; die Mechanik des Altertums stand keineswegs auf einem so medrigen Standpunkt. ln Agypten war, so weit wir irgend mit unserer Forschung vorzudringen vermogen, bereits viele Ilunderte von Jahren vor Homer, eine grosse Zahl der mannigfachsten Musikinstrumente bekannt, in Grabern des 13. Jahrhunderts v. Chr. finden wir mannshohe Ilarfen von dreizehn und mehr Saiten, schon unter den altesten hieroglyphischen Zeichen befindet sich das Nefer, ein lautenahnliches Instrument mit Griffbrett-, und die in Theben gefundenen Abbildungen enthalten viele Beweise von dem haiufigen Gebrauch desselben. Zwischen Agyptern und Griechen aber hat es nie an Verkehr gefehlt. Schon die Sagen von Danaos und und Menelaos weisen darauf hin, die Milesier mussen am Nil eine Faktorei besessen haben, die Begrunder wissenschaftlicher Forschung unter den Griechen wie Thales, Hekataos, Solon waren dort. Manche wollen wissen, auch die Lyra stamme, wie die Doppelflote, aus jenem altesten Kulturlande her. Diese Behauptung durfte wohl zu weit gehen; sicherlich aber hatten die Griechen, wenn auch nicht gerade den Bogen um Saiten zu streichen, doch eine Menge mechanischer Mittel zu Bereicherung ihrer Instrumente aus Agypten herubernehmen konnen; eine anstandige, eines freien Mannes wurdige Beschaftigung erschien ihnen indes nur das Spiel der Lyra und Kithara; Harfen und Lauten uberliessen sie Fremden und Sklaven. Sie leisteten somit freiwillig Verzicht einerseits auf den Tonreichtum, welchen die teils kurzen, teils langen Saiten einer Harfe enthalten, andererseits auch auf den Ersatz, welchen bei einer beschrankten Zahl von Saiten die Verkurzung derselben auf einein Griffbrett bietet, und begnugten sich damit, eine kleine Zahl von gleich langen Saiten aufzuziehen und dieselben stets in ganzer Lange, nie durch Aufsetzen eines Fingers verkurzt, ertonen zu lassen. Von Instrumenten dieser Art besafsen sie zwei, die Lyra und die Kitharih Aus dem Gesagten geht bereits hervor, dafs der Unterschied zwischen diesen beiden Touwerkzeugem falls uberhaupt einer bestand, nicht gar grofs gewesen sein kann. Es kommt noch hinzu, dafs alte griechische lvorterbuclier das eine lvort durch das andere erklaren, ohne einen Unterschied beizufugen , dafs man allgemein von einem Citherspiel auf der Lyra sprach, und dafs Aristoxenos von Tarent, eine gewaltige Autoritat in der hlusikwissenschafh uns versichert, die Kitharis Homers sei gar nichts anderes als eine Lyra gewesen, ferner hcifse nur der Sanger zur ILithara ein I(itl1arodos, wer dagegen zur Lyra singe, heifse ein lcitharistAo Unter diesen Umstanden mochte nian beinahe glauben, es habe zwischen jenen beiden Instrumenten gar kein Unterschied bestanden, oder wenn einer bestanden, wurden wir ihn heut-zutage nicht mehr herausiinden konnen. So schlimm steht indes die Sache nicht. Es wird uns im Gegenteil gelingen, nicht nur den Thatbestand vollkommen klar zu erkennen, sondern auch, in Mutmafstingen wenigstens, den Weg zu verfolgen, auf welchem sich jener wunderliche Sprachgebrauch gebildet hat.

Dafs zunachst ein Unterschied zwischen Lyra und Isithara vorhanden war, beweist die eben erwahnte stelle des Aristoxenos, in der wir lesen, Homers Isitharis sei keine I(itl1ara, sondern eine Lyra.

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