Der Schnitt in Den Performances Von Gina Pane (German Edition)

Der Schnitt in Den Performances Von Gina Pane (German Edition)

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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Kunst - Kunstgeschichte, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg (Kunstgeschichtliches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Gleich zu Beginn des Films „Un Chien Andalou" von 1928 von Luis Bunel und Salvador Dali wird der Betrachter mit einer schockierenden Szenen konfrontiert; wahrend ein Mann beobachtet (Abb. 1) wie eine herannahende Wolke den Mond zu durchschneiden droht (Abb. 4), wird der virtuelle Schnitt durch den Mond gleichzeitig in einer parallelen Szene als realer Schnitt in einen Frauenkorper durchgefuhrt (Abb. 2, 3, 5). Mit einer Rasierklinge schneidet eine Mannerhand einer Frau durch ihr eines Auge und zerteilt dies. Dieser Schnitt durch das Auge der Frau hinterlasst einen schockierenden Eindruck auf den Betrachter. Dabei ist nicht nur die Zerteilung des Auges, sondern auch der Anblick der hellen Flussigkeit aus dem verletzten Auge, die den Betrachter verstoren (Abb. 6). Der (Augen)-Schnitt in den menschlichen Korper wird bei Bunels und Dalis Film den Zuschauern frontal vorgefuhrt. Die verstorende Wirkung des Schnitts entwickelt sich dabei in zweierlei Hinsicht, zum einen anhand dessen, was der Schnitt verursacht, das zerstorte und zerflie?ende Auge, und zum anderen wird mit dem Schnitt im ubertragenen Sinn das angegriffen, was der Zuschauer in dem Moment des Sehens der Filmszene selber verwendet, das Auge. Doch auch wenn der Augenschnitt noch so erschreckend auf den Zuschauer wirkt, so kann man sich dem Eindruck nicht entziehen, dass es sich dabei nicht um eine blo?e Verletzung in einem selbstzerstorerischen Sinne handelt. Da sich die Szenen, in denen der scheinbare Schnitt durch den Mond erfolgt, mit denen des tatsachlichen Augenschnitts abwechseln, wird auf den kunstlerischen Kontext einer Filmproduktion verwiesen; auf den Filmschnitt. Wahrend der Schnitt in den Korper sowie in den Mond als ein zerstorerisches Moment aufgefasst wird, so ist der Filmschnitt gerade das Mittel, durch den aus dem