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Briefwechsel

Briefwechsel

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"... Es warcn schwere Tagc, die hinrer uns licgen, aber nun sind wir iibcr dem Berg und wcrden besser gehen, - zusammen, wenn Dir's urns Herz ist, wie mir". Diese wenigen Zcilcn Thomas Manns an scincn Brudcr Hcinrich beendctcn den jahrclangen Zwist zwischen zwei groften deutschen Schriftstellern. Den Weg in die Literatur hatten beide noch mit gemeinsamen Planen begonnen. Nach den erstcn litcra-rischen Erfolgen um die Jahrhun-dertwende traten jedoch bald die Unterschiede in ihren kiinstlerisehen Auffassungen zutage. Der lange zuruckgehaltenc Gegensatz ihrer Ansichten iibcr die Kunst und ihre gesellschaftliche Funktion, die den einen, Thomas Mann, im Konser-vatismus beharren licft, den andcren, Hcinrich Mann, zur politischcn Ver-anderung dcr Gcscllschaft drangte, brach offen aus, als der ersre Welt-kricg zu einer Entscheidung zwang. Der Streit zwischen den Briidcrn wuchs iibcr pcrsonliche Differcnzen hinaus und widerspicgeltc exem-plarisch die Auscinandersctzungen zwischen den auf Vergangencm beharrenden und den cine ncue Gcscllschaft fordernden Kraften. Thomas Mann durchlebte die grolkc gcistige Krise seines Lebcns, die ihn jedoch zur Erkenntnis fuhrte, daft dcr Mensch um der Giite willen dem Tod keine Herrschaft einraumen durfe iiber seine Gedanken.