Deutsches Worterbuch

Deutsches Worterbuch

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ZUR SECHSTEN AUFLAGE
Es gibt viele deutsche Worterbucher, und auch manchen deutschen Lesern sind wohl die Unterschiede nicht immer klar. Manche kennen vielleicht sogar nur den Duden, der ein Rechtschreibeworterbuch ist und in dem man erfahrt, ob man Mine oder Miene, Griess oder Gries schreiben soll, etymologisch oder ethymologisch (wie es sich seit gewisson Studienreformen auch bei manchen Germanistikstudenten durchgesetzt zu haben scheint). Solche Rechtschreibauskunft kann man auch in diesem Worterbuch erhalten, dazu aber noch etwas mehr: die Geschichte des Wortes, insbesondere seine Bedeutungsgeschichte, dass also albern einmal "ganz aufrichtig und gutig" bedeutete, uberflussig noch bei Lessing "(uber)reichlich" und Gewerkschaft erst seit 1868 aus einem ursprunglich okonomisch-montanistischen zu einem sozialpolitischen Terminus geworden ist. Daruber hinaus berucksichtigt dieses Worterbuch noch in besonderer Weise die Sprache Goethes: z. B. findet sich seine Pragung unbehaust bisher in keinem anderen deutschen Worterbuch (ausser im grossen Grimm und einem reinen Rechtschreibworterbuch naturlich).
Dieses Worterbuch ist kein etymologisches Worterbuch, aber es gibt einen notwendigen Grundstock an Etymologie. Weitere etymologische Auskunft fur das Deutsche kann man z. B. in dem von mir bearbeiteten "Woher" erhalten: wahrend hier im bedeutungsgeschichtlichen Worterbuch nur auf die lat. und griech. Entsprechungen centum und hekaton hingewiesen wird, werden dort die weiteren idg. Entsprechungen genannt wie u.a.: tochar. kant, aind. satam, russ. sto, lit. szimtas. Was unter vielem anderem noch fehlt, ist z. B. ein neues deutsches Worterbuch, das Geschichte, Synonymik und Antonymik konzentriert und mit starker Berucksichtigung der Gegenwartssprache vereint. Ein solches wurde also dieses Woiterbuch ebenso wie das etymologische "Woher" erganzen, wie es seinerseits von diesen beiden wiederum erganzt wurde. Das Ziel des grossen Deutschen Worterbuchs, wie es Jacob Grimm vorschwebte, ist heute nicht mehr mit einem Worterbuch zu erreichen, auch in diesem viel bescheideneren Umfang nicht.